Der rasante Ausbau der Windkraft hat erstmals dafür gesorgt, dass die Windenergie mit 97 Terrawattstunden erzeugter Energie zweitwichtigster Energieträger wird - hinter der Braunkohle (130 TWh). Das hatte im letzten Jahr für erheblich verringerte CO2-Emissionen, vor allem aus der Steinkohle gesorgt, die um 16% zurückging.

Neben dem positiven Effekt, stellt die Entwicklung ein Problem für die Netze dar. Strompreise hängen mittlerweile stark vom Wetter ab, sodass wenn der Wind im Norden bläst, konventionelle Anlagen sich nicht rentieren und abgeschaltet werden. Die Netze wiederum schaffen es nicht den Nordseestrom bis in den Süden zu transportieren, was Netzbetreiber veranlasst teure Aufschläge an Kraftwerksbetreiber zu zahlen, um die Blöcke hochzufahren.

Die Erneuerbaren wachsen also rasant an (+5% auf 38% in diesem Jahr), mit ihnen aber nicht die notwendige Netzkapazität um sie zu transportieren!

Eine Flaute für den Zubau neuer Windanlagen wird aber von Fachleuten vermutet durch die von der Bundesregierung festgelegte feste Vergütung für Windräder in Ausschreibungsverfahren. Mitunter ist der Windstrom derweil so günstig geworden, dass für bestimmte Rotoren Subventionen wegfallen und andere Anbieter verlangen gar keine Subventionen mehr, um konkurrenzfähig zu bleiben. Vielleicht kommt so die produzierte erneuerbare Energie bald mit dem geplanten Neubau von Stromtrassen in Einklang.

Hoffentlich hält dieser Aufwind noch weiter an, sodass sich auch viele Rotoren in 2018 drehen!