Um mehr CO2 einzusparen will Brüssel die Förderung von modernen Biokraftstoffen senken, wobei die Entscheidung der EU zu "grünem" Wasserstoff bis gestern unklar war.

Die Produktion von Wasserstoff ist momentan nicht wirtschaftlich wegen der enormen Produktionskosten. Damit sich das ändert, drängt die Wasserstoff-Lobby darauf, dass die EU das Gas im Rahmen der Renewable Energy Directive (RED II) stärker würdigt und eine sogenannte Treibhausgas-Minderungsquote angerechnet werden darf. In Wirklichkeit spart Wasserstoff sogar das 2-3fache an CO2 gegenüber Biokraftstoffen ein, wenn man die energieintensive Produktion von Biokraftstoffen berücksichtigt. Soweit ist Deutschland jedoch das einzige EU-Land, das sich für Wasserstoff stark macht. Da kommt es nicht von ungefähr, dass Shell diese Woche in Köln den Grundstein für die erste Großanlage für die Produktion von „grünen“ Wasserstoff mit 10 Megawatt gelegt hat.

Am Mittwoch votierten im Trilog EU-Kommission, Rat und Parlament dafür, dass Wasserstoff auf die Treibhausgasminderung angerechnet werden kann. Ein weiterer Beschluss über den Anteil der modernen Biokraftstoffe, der erneuerbaren Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs, der fossilen Brennstoffe auf Abfallbasis und der Elektrizität aus erneuerbaren Quellen muss 2021 mindestens 1,5% betragen und bis 2030 auf 10% steigen.

Wir von Hyperion sehen schon seit längerem das Potential für grünen Wasserstoff, der einen wichtigen Bestandteil in der Dekarbonisierung des Verkehrs darstellen kann und unterstützen Unternehmen im Kampf die Klimaziele zu erreichen.