Zur Speicherung von erneuerbaren Energien sind schon so manch atemberaubende Ideen entstanden, wie beispielsweise ein riesiger Windenergiespeicher am Meeresgrund oder Redox-Flow-Batterien in Salzkavernen.

Pumpspeicherkraftwerke benötigen nicht mehr als zwei Wasserbecken auf unterschiedlicher Höhe verbunden durch eine Rohrleitung. Diese Anlagen lassen viele andere erneuerbare Technologien weit hinter sich, das einzige Problem ist das benötigte Gefälle. Gerade im Kampf um geringere CO2-Werte wo Solarkraftwerke in der Wüste oder Windkraftanlagen im Meer entstehen, ist das problematisch.

Nun kommt eine kühne Idee aus Stuttgart, für die ein cleveres Großspeicherkonzept entwickelt wurde, bei dem ein Speicher unterirdisch und ein weiteres Becken oberirdisch ist. Für dieses Konzept wird riesiger Kolben aus dem Felsgestein herausgesägt und in einen Zylinder gesetzt. Zum Speichern von Energie, wird Wasser in den Zylinder gepumpt, das den Kolben anhebt. Wird die gespeicherte Energie benötigt, lässt man den Kolben wieder herab, wobei das aufströmende Wasser Turbinen antreibt. Für ein Speicherwerk im Gigawattbereich wäre allerdings ein Kolben von mehreren hundert Metern Durchmesser und Höhe nötig. Ein Praxistest des Mammutprojekts plant das Unternehmen Heindl Energy derzeit noch in Saudi-Arabien.

Wir von Hyperion sind immer gespannt auf neue, innovative Ideen um die stetig wachsenden Erneuerbaren Energien in Strom umzuwandeln. Jedoch müssen diese im Einklang mit der Natur und Bevölkerung sein. Bei dieser kühnen Speicheridee, könnte nämlich bei Vollladung ein riesiger Gesteinsblock in der Landschaft herumliegen.