Am Sonntag kündigte E.on SE eine der größten Fusionen im deutschen Energiesektor an. Es geht um 76,8 Prozent, die RWE an Innogy hält und die E.on nun durch einen weitreichenden Tausch von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen erwerben will. Durch die Vereinbarung soll E.on die Stromnetze und den Vertrieb übernehmen, dagegen wird sich RWE auf Erneuerbare Energien und andere Sektoren der Stromproduktion konzentrieren.

Der erste Gedanke, der einem aufkommt, ist was wohl das Kartellamt dazu sagt? Das wird derzeit noch geprüft. Allerdings schossen nach Zustimmung aus Politik und von Investoren die Marktanteile der führenden deutschen Stadtwerke am Montag in die Höhe. Die großen Stadtwerke leideten seit einigen Jahren unter dem Druck aus der Politik, insbesondere unter Maßnahmen im Rahmen der Energiewende. Daher entschieden sich die beiden Konzerne sich selbst zu teilen. Für RWE war das Innogy und E.on spann sein konventionelles Energiegeschäft mit Uniper aus. Analysten sehen den Deal für beide Konzerne als strategisch sinnvoll.

Es ist gut konkurrenzfähige und international aufgestellte Energieerzeuger im Land zu haben und zeigt wie weit Deutschland im Umbruch fortgeschritten ist hin zu einer sauberen, klimaneutralen Energieerzeugung.