Vor kurzem kannte hier kaum einer den neuen globalen Batterie Champion “CATL” – oder für wen es interessiert “Contemporary Amperex Technology Co. Limited”. Doch seit ein paar Wochen macht der Batteriefabrikant mit Großinvestitionsplänen Schlagzeilen in Europa. Jetzt ist bekannt geworden, dass in Thüringen bis 2022 rund 240 Millionen Euro in die Batteriezellen für Elektroautos fließen soll. Auch in Erfurt wird gebaut an einem Werk, dass pro Jahr bis zu 14 GWh produzieren soll – und das so CATL, sei nur der Anfang.

In einer Zeit in der traditionsreiche Automobilhersteller in Deutschland durch einen langsamen Umstieg zu mehr Elektromobilität ins Straucheln geraten sind - oder sogar drastischer vielleicht die Mobilitätswende verschlafen haben - kommen diese Nachrichten gerade recht: Rund 600 Arbeitsplätze soll das Werk bis 2022 schaffen. Vielleicht kann das Werk dann einige Arbeitsplätze aus der Automobilindustrie retten. Auch der Standort ist gut gewählt, den in einem Umkreis von 800 Kilometern, kann das Batteriewerk 80% aller europäischen Autohersteller beliefern. Ein Erfolg, den sich Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sicherlich auf die Fahne schreiben darf, denn er war über ein Jahr in Verhandlungen mit CATL-Chef Robin Zang.

In der Ganzen Euphorie warnen lediglich die Analysten vor einer Batterie-Überproduktion. Denn die Konkurrenz schläft nicht. So haben unter anderem LG Chem (Polen), SK Innovation (Ungarn), Northvolt (Schweden) und Tesla (Deutschland) änliche Vorhaben im europäischen Markt angekündigt.

Wir von Hyperion sind jedenfalls bereit und wissen schon jetzt wo wir große Talente in anderen (absterbenden?) Sektoren finden, die sich exzellent in den aufstrebenden Sektor der Batterieproduktion einfügen.