In Windes Eile hat der Bundestag am Freitag das Energiesammelgestz verabschiedet, das Photovoltaik-Kürzungen beschlossen hat. Damit wird die Vergütung von Photovoltaik-Dachanlagen mit 40 Kilowatt um 14% sinken, von 10,36 Cent (Dezember 2018) auf 8,90 Cent (April 2019).

Die Koalitionsfraktionen CDU, CSU und SPD, die einstimmig für den Beschluss stimmten, beschrieben die Absenkung der Vergütung als "Kompromiss", denn schließlich waren ursprünglich 20% vorhergesehen und man habe sich auf eine Erhöhung von Ausschreibungen bis 2021 geeinigt.

Ein fauler Kompromiss könnte man meinen, denn die Regierung scheint sich weiter dem Erreichen der 65% von Erneuerbaren bis 2030 zu entfernen und auch die Verschiedbung des Ausstiegs aus der Kohle im Frühjahr 2019 ist inkonsequent. Gerade im Hinblick auf die UN-Klimakonferenz diese Woche in Katowice sind dies fatale Signale, die die Bundesregierung sendet.